Archiv nach Monaten: März 2004

[Bücher] … eigentlich habe ich keine Zeit. Ich bin auf Seite 650, später mehr darüber. Aber heute sehe ich diesen Artikel im Spiegel.

… Chile erlebt derzeit eine wahre Invasion von gewaltigen Kopffüßern: Hunderte von gefräßigen Riesenkalmaren, die normalerweise in den Tiefen des offenen Ozeans leben, jagen in den flachen Küstengewässern – zum Entsetzen der Fischer und Erstaunen der Forscher. …

Fast genauso fängt Der Schwarm an. Kurze Zeit später säuft halb Skandinavien ab … .

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[Bücher] Endlich angefangen Der Schwarm zu lesen. Schon seit Wochen geht mir dieses Buch schon im Kopf herum. 1000 Seiten, kleingedruckt. Jetzt bin ich auf Seite 78 und muss schnell weiterlesen … .

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[Politik] Eine weitere Folge von Politiker erklären Fachausdrücke.
Heute: Überparteilich. (Das was immer oben auf der Bild Zeitung steht)

CDU Mitglied und designierter Bundespräsident Horst Köhler auf einer CDU Veranstaltung
in Berlin: … er (Köhler) wolle auch dann auf Reformen dringen wenn:

“hoffentlich jemand von der CDU – Frau Merkel – Bundeskanzlerin ist”

Dazu Angela Merkel in der Bildzeitung:

“Durch seine Äußerung hat er deutlich gemacht, dass er das Amt des
Bundespräsidenten als Überparteilich versteht – egal ob unter einem
SPD-Bundeskanzler oder einem Unionskanzler”

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[Hamburg] Das war heute so eine Art Marathon. Von Winterhude über Eppendorf ins Karoviertel. Zeit lag bei etwas über 6 Stunden, inklusive Kaffeepause.











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[Hamburg] Hallo, liebe Gastronomen. Ich hätte aus (mehrfach) gegebenem Anlass mal eine Bitte: Wäre es nicht möglich, vor der Frage nach dem Aperitif, die Gäste erst einmal Platz nehmen zu lassen? Ich stelle mir das etwa so vor:
Als erstes den Gästen zu ihrem Platz führen. Dann einige Minuten warten, bis das Stühlerücken zuende ist, alle Handtaschen ihren Platz gefunden haben und die Handys versorgt sind. Dann freundlich zurückkommen und die Frage nach dem Aperitif stellen!

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[Theater]
Die Bühne sieht aus wie ein Tennisfeld. Dort wo normalerweise das Netz gespannt ist befindet sich ein ca.5 Meter breites und 2 Meter tiefes Podest. In der Mitte eine Leinwand mit einer Tür an der rechten Seite. Die Leinwand wird von beiden Seiten ein Raum in dem ein Mann auf und ab geht projiziert. Um diese Bühne kann man herumgehen und das Geschehen entweder von vorne oder hinten verfolgen.
In dem Stück spielen 2 Paare, ihre Aktionen sieht man gleichzeitig auf der Leinwand. Aber mit der Zeit laufen die Aktionen zeitversetzt, oder es sitzen sich zwei Damen in Abendkleidern auf der Bühne gegenüber, während die eine im Film mit einem Mann spricht. Wenn man jetzt auch noch die Seite wechselt wird alles noch verwirrender: Man sieht die Aktionen von hinten, manchmal aber auch mal eine ganz andere Geschichte. Wenn jetzt noch ein Schauspieler durch die Tür auf die andere Seite der Bühne wechselt, so landet er gleichzeitig auch in dem virtuellen Raum auf der Leinwand. Die einzelnen Szenen werden schnell hintereinander gespielt, teilweise sind es Momente aus dem Alltag, aber auch irreales oder Slapstick. Die Personen agieren dabei sowohl untereinande , als auch mit ihren filmischen Doublen und auch die spielen Szenen zusammen.

Das alles ist nicht in Worten zu beschreiben, Live hat alles wunderbare, verwirrende Wirkung. Bald kann man Realität und Illusion nicht mehr voneinander trennen. 80 Minuten lang wird man in eine Zauberwelt versetzt, die einen bis zuletzt mit immer neuen Überraschungen fesselt .
Am Schluss hat sich die blonde Frau todgesoffen. Die Schauspieler versuchen hektisch sie zu retten, aber am Ende legen sie die Tote auf die Bühne. Von der anderen Seite der Bühne sieht man das Geschehen durch den projizierten Raum von hinten. Dort schlendert die virtuelle Tote mit einem Glas Sekt lässig auf und ab und guckt sich die ganze Szene an.
Ein wunderbarer Theaterabend!

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[Theater] Warum weiß ich auch nicht so genau, aber ich war lange Zeit nicht so gespannt auf ein Theaterstück wie bei Mare´s Nest von Station House Opera. Die Londoner Truppe gastiert diese Woche auf Kampnagel. Dummerweise können wir erst am Samstag in das Stück, jetzt habe ich die Kritiken schon vorher gelesen. Und einigeinige Bekannte waren es auch schon gesehen. Dadurch sind die Erwartungen noch größer. Morgen Abend wissen wir mehr.

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[Politik] Politik und Showbizz sollte man zusammenlegen. Nach den Ereignissen der letzten Wochen frage ich mich was denn nun der Unterschied zwischen völlig inhaltslosen Wahlkämpfen und vollig Inhaltslosen Comedy Shows ist. Oder der Unterschied zwischen der Bundespresidäntenwahl und irgendeiner Castingshow. Dazu passend gabs heute zwei gute Schlagzeilen in der Taz:

… Willkommen bei DSDBP, “Deutschland sucht den Bundespräsidenten”, die spannendste Polit-Casting-Show des Jahres! …

Und aus unserem Oberbürgermeister wird kurzerhand ein Olemeister.

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[Musik]

… Der Niedergang der Musikindustrie verläuft weiterhin überraschungsfrei. …

Und der nächste Bericht zur Lage der Musikindustrie, diesmal aus der Brandeins. “Guten Tag, auf Wiedersehen” , der Titel lässt schon vermuten in welche Richtung es geht. Der Bericht spannt einen ausführliche Bogen von den Führungsetagen der Medienkonzerne zu den Berliner und Hamburger Hinterhöfen, in kleine Independent Labels in den Startlöchern stehen.

… Es geht also nicht nur um die sterbende Musikindustrie, neue Technologien und ihre Folgen. Es geht um ein Problem, das die gesamte Wirtschaft lähmt, das teure Anzüge trägt und von der eigenen Macht so überwältigt ist, dass es nicht mehr in der Lage ist, zu lernen oder zuzuhören: internationale Manager. Doch die Musikindustrie zeigt auch, wie man das Problem löst: Wenn es nicht mit ihnen geht, dann eben ohne sie. …

Doch Ideen gibt es genug, das Potato-System, u.a. vom Fraunhofer Institut mitentwickelt, ist nur ein Beispiel für innovative Lösungsansätze, die ohne die Musikindustrie auskommen.

P.S:Schade, die Artikel in der Brandeins sind jetzt nicht mehr frei lesbar, man braucht eine Abo Nummer. Schön: Wir haben ein Abo!

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[Hamburg] Spruch des Tages, gerade im Büro aufgeschnappt:

Das war gar kein Personenwahlkampf. Das war Personenvornamenwahlkampf!

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