Datenklau …

… wenn auch diesmal nur im Kleinen.

Die junge Frau neben mir im Bus telefonierte die ganze Zeit mit ihrer Freudin. Beziehungsstress: “ … ich bin dermaßen enttäuscht …. Arschloch …. nicht mal aussprechen wollte er sich mit mir  …. ich kann mich in Hamburg nicht mehr sehen lassen … das Schlimmste ist, dass er meine Persönlichkeit verletzt hat … Gemeinheit … “ Also das ganze Programm, wobei es der Frau egal war, dass der halbe Bus mithörte.

Nach weiteren fünf Minuten bekam ich dann auch noch mit, was der Auslöser des ganzen Schlamassel war: Sie hatte ihn erwischt, als er mit ihrem Facebook Account unterwegs war. Er kommunizierte dort fleissig, immer unter ihrem Namen. Das ging angeblich schon ein, zwei Monate so. Was der Typ sonst alles unter ihrem Account gemacht hat, weiß ich nicht. Da sie aber vorher meinte, sie könne sich in Hamburg nicht mehr sehen lassen, muss er ja Einiges bewegt haben. Und das auch noch recht geschickt, denn sie hatte ja nichts gemerkt. Wenigstens nicht direkt, dafür aber wohl umso mehr indirekt.

So kann’s kommen. Die Identität des Gegenübers ist in Social Networks eben nicht so einfach überprüfbar wie im echten Leben.

3 Kommentare

  1. Das ist uns leider auch schon zweimal passiert, seitdem lasse ich von
    diesen ganzen Mist die Finger weg. Muss
    ja nicht sein das bald jeder weis wo man was gerade macht, schlimm.

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